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Mai 

Die fünf Elemente
PROGRAMM-ÜBERSICHT:

So. 4. Mai, 19.30 | 
GORI VATRA | 2003, Pjer Zalica
So. 11. Mai, 19.30 | WATER | 2005, Deepa Mehta
So. 18. Mai, 19.30 | RESPIRO | 2002, Emanuele Crialese
So. 25. Mai,
19.30 | DIARIOS DE MOTOCICLETA | 2005, Walter Salles
So. 1. Juni, 19.30
| THE FIFTH ELEMENT| 1997, Luc Besson

Die fünf Elemente

Die Filme im Mai stehen im Zeichen der fünf Elemente: Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther. In „Gori Vatra“, zu deutsch „es brennt“, erleben wir die feurige Leidenschaft in der verruchten Szene einer bosnischen Kleinstadt, „Water“ verführt uns in die mystische Welt des indischen Fluss Ganges, in „Respiro“, zu deutsch „Atem“, verleitet jedes Bild zum tiefen Atemholen, und „Diarios de Motocicleta nimmt uns mit auf eine erdige Reise quer durch Südamerika. Über das fünfte Element scheiden sich die Geister: Im Buddhismus ist es die Leere, in der abendländischen Philosophie steht es für Äther, und in „The Fifth Element“ ist es ganz einfach die Liebe. Fünf Filme, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch haben sie eines gemeinsam: Sie geben uns Einblick in fremde Welten, in harte Realitäten und in die unendliche Tiefe der menschlichen Seele. Sie laden uns ein, alle Sinne offen zu halten und in die Essenz der Elemente einzutauchen.




Sonntag 4. Mai | 19.30 Uhr

GORI VATRA
Bosnien/Herzegowina 2003. Regie: Pjer Zalica. Ov/d/f, 105 Minuten

Eine irrwitzige Komödie über das Leben am Anfang des 21. Jahrhunderts. Tesanj ist eine kleine bosnische Stadt, deren düstere Realität sich hinter der vordergründigen Bilderbuchidylle versteckt: bescheidene, offene und warmherzige Bewohner, fröhliches Leben, ein Marktplatz, Traditionen, gute nachbarschaftliche Beziehungen - so weit die Fassade. Hinter dieser glatten Oberfläche finden sich allerdings ethnische Intoleranz, Kriminalität, Prostitution und Korruption. Die Ankündigung eines bevorstehenden Besuchs des US-Präsidenten Bill Clinton in Tesanj versetzt die kleine Gemeinde in Euphorie…Pjer Zalica schuf einen scharfsinnigen und poetischen Film, in dem die Ironie der liebevollen Beschreibung von Filz und Zynismus im Nachkriegs-Bosnien gegenübersteht.




Sonntag 11. Mai | 19.30 Uhr

WATER
Indien/Kanada 2005. Regie: Deepa Mehta. Ov/d/f, 117 Minuten

Mit dem eindrucksvollen Drama „Water“ schuf die in Kanada lebende Inderin Deepa Metha ein weiteres Meisterwerk. Der Titel hätte nicht besser gewählt werden können. Wasser ist so allgegenwärtig, dass man es kaum mehr wahrnimmt. Und gleiches gilt für Menschenrechtsverletzungen, die Methas Film anprangert. Mit dem Filmthema waren einige Hindu-Extremisten nicht einverstanden: Ein Mob aus 2000 Randalierern zerstörte die Sets der „Water“-Produktion und sprach Morddrohungen aus. Nach andauernden Krawallen und dem Selbstmordversuch eines Demonstranten wurden die Dreharbeiten abgebrochen. Der Film konnte erst fünf Jahre später unter höchster Geheimhaltung in Sri Lanka unter einem falschem Titel („Full Moon“) fertig gestellt werden.




Sonntag 18. Mai | 19.30 Uhr

RESPIRO
Italien 2002. Regie: Emanuele Crialese. Ov/d/f, 91 Minuten

In einem kleinen Fischerdorf in Süditalien sorgt die schöne Grazia (Valeria Golino) mit ihrem freiheitlichen Geist und ihrer ungehemmten Haltung für Aufsehen in der von archaischen Traditionen geprägten Dorfgemeinde. Obgleich verheiratet mit Fischer Filippo (Filippo Pucillo) und Mutter dreier Kinder, mag sich Grazia absolut nicht in die typische Mamma-Rolle fügen und erregt damit bald den Zorn der Familie ihres Mannes. Als sich die Stimmung im Dorf gegen Grazia wendet, plant sie gemeinsam mit ihrem 13jährigen Sohn Pasquale (Francesco Casisa) die Flucht... Preisgekröntes, poetisches Drama aus Italien. Ein Fest für die Sinne, zu dem sich Regisseur Emanuele Crialese von einer altüberlieferten Legende inspirieren liess.



Sonntag 25. Mai | 19.30 Uhr

DIARIOS DE MOTOCICLETA
USA/Arg/Chi/Per/Bra 2004. Regie: Walter Salles. Ov/d/f, 128 Minuten

Dieses warmherzige Road-Movie basiert auf den Tagebüchern des Che Guevara und erzählt dessen Reise zu einem sozialen und politischen Bewusstsein. 1952 startet Ernesto „Che“ Guevara im Alter von 23 Jahren mit seinem Freund Alberto Granado eine Reise per Motorrad quer durch Südamerika. Die beiden Studenten reisen nach Argentinien, Chile, Brasilien und Peru auf der Suche nach Spass und Abenteuern. Doch die Fahrt durch den Kontinent wird für Guevara zur Entscheidungsgrundlage, welchen Pfad er in seinem späteren Leben einschlagen soll. Guevara (Gael García Bernal), entdeckt die Seele Lateinamerikas und findet damit seine Mission. Ein Film, der tatsächlich die Qualitäten eines Tagebuchs hat: Spontan, leidenschaftlich, poetisch.


Sonntag 1. Juni | 19.30 Uhr

THE FIFTH ELEMENT
Frankreich/USA 1997. Regie: Luc Besson. Ov/d/f, 126 Minuten

Im New York des 23. Jahrhunderts staunt Korben Dallas (Bruce Willis) nicht schlecht, als ihm aus heiterem Himmel ein wunderschönes Mädchen direkt in sein fliegendes Taxi fällt. Obwohl er die Sprache der jungen Frau namens Leeloo (Milla Jovovich) nicht versteht, rettet er sie vor den anrückenden Cops. Zu diesem Zeitpunkt kann Dallas noch nicht ahnen, dass es sich bei seinem Fahrgast um den Schlüssel zum berühmt-berüchtigten "fünften Element" handelt, der allein die Welt vor dem diabolischen Zorg und damit ihrem sicheren Untergang bewahren kann. Der bisher erfolgreichste Film des Regisseurs Luc Besson gehört zu den Kultfilmen des Science-Fiction Genres.

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