Januar
UN_GEWÖHNLICH
PROGRAMM-ÜBERSICHT:
So. 4. Januar, 19.30 | I
SHOT ANDY WARHOL |
USA 1996, Mary Harron
So.
11. Januar, 19.30 |
INTO
THE WILD |
USA 2007, Sean Penn
So.
18. Januar, 19.30 |
LA
REINA DEL CONDÓN |
CH 2007, Ceschi/Stamm
So. 25. Januar,
19.30 |
BRUNO
MANSER - LAKI PENAN |
CH 2007, Christoph Kühn
Un_Gewöhnlich
Sie könnten sein wie du und ich. Aber irgendwann haben sie ihren
gewöhnlichen Lebensweg verlassen. Sie handeln dort, wo wir zuschauen.
Sie bleiben ihren Ideen treu, wo wir Kompromisse eingehen. Im Januar
zeigen wir die Portraits von vier ungewöhnlichen Menschen: Valerie
Solanas, Christopher McCandless, Monika Krause und Bruno Manser. Sie
haben die Wahrheit gesucht und zum Teil teuer bezahlt. Auch in ihrem
Leben gab es Zweifel. Und trotzdem haben sie den ungewöhnlichen
Weg gewählt. Was unterscheidet sie von dir und mir? Lassen wir
uns von ihnen inspirieren oder abschrecken? Entscheidet selber beim
Besuch unserer Januarfilme.
Programmation: Marco Bürkli

Sonntag 4. Januar | 19.30 Uhr
I SHOT ANDY WARHOL
USA 1996, 103', E,d,f
Regie: Mary Harron
Mit Lili Taylor
Der formal ungewöhnliche, teils witzige Spielfilm wirft einen
Blick auf die blasierte Kunstszene der 60er Jahre und porträtiert
die irritierende, von radikalen feministischen Gedanken beherrschte
Valerie Solanas. Für Warhol verfasst sie ein Theaterstück,
von welchem sie sich Anerkennung durch die hippe KünstlerInnen-Clique
um Warhol erhofft. Doch diesem Kreis ist das Manuskript zu radikal.
Schliesslich wird Solanas von der Gefolgschaft Wahrhols geschnitten.
Der festen Überzeugung, Warhol stecke dahinter, kehrt sie zu ihm
zurück und zieht einen Revolver...
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Sonntag 11. Januar | 19.30 Uhr
INTO THE WILD
USA 2007, 148', Edf
Regie: Sean Penn
Mit Emile Hirsch
www.intothewild.com
Christopher McCandless hat nach seinem College-Abschluss keine Lust
auf eine bürgerliche Existenz, spendet alle Ersparnisse für
einen guten Zweck, verbrennt das restliche Bargeld und macht sich auf
den Weg. Auf den Spuren von Jack London und Henry David Thoreau treibt
es ihn durch die USA, mit der Wildnis von Alaska als eigentlichem Ziel
und einem Buch über essbare Pflanzen im Gepäck. Für seinen
Traum eines Lebens in absoluter Freiheit fern ab von der kapitalistischen
Gesellschaft bezahlt er einen hohen Preis; ein poetischer Film über
eine radikale Selbstfindung.

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Sonntag 18. Januar | 19.30 Uhr
LA REINA DEL CONDÓN
CH 2007, 76', OV,d,sp
Regie: Silvana Ceschi, Reto Stamm
Dokumentarfilm
www.lareinadelcondon.com
In den Sechzigerjahren bricht eine junge Frau von Rostock (DDR) nach
Kuba auf. Monika Krause war die erste Frau auf Kuba, die öffentlich
über Sexualität und Machismo sprach, aufklärte und letztlich
eine sexuelle Revolution anschob. Öffentlichkeit und Männer
provozierend wurde sie zur Königin der Kondome. Später wird
sie sagen: «Das war mein glücklichste Zeit.» Sie stand
in der Öffentlichkeit, war in Castro-Kreisen etabliert, wurde geliebt
und gehasst. Letztlich fiel sie in Ungnade und kehrte nach Deutschland
zurück.

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Sonntag 25. Januar | 19.30 Uhr
BRUNO MANSER - LAKI PENAN
CH 2007, 94', D
Regie: Christoph Kühn
Dokumentarfilm
www.brunomanser-derfilm.ch
Der Basler Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 mit den Penan, dem
Urvolk des Dschungels von Sarawak (Borneo). Als die ersten Bulldozer
auftauchten und mit dem planmässigen Abholzen des Regenwaldes begannen,
machte Manser durch spektakuläre Aktionen mit internationalem Echo
auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam und schuf
sich dadurch mächtige Feinde … Im Frühjahr 2000, auf
einer geheimen Reise zu den Penan, verschwand er spurlos. Der Film folgt
den Spuren Bruno Mansers und verblüfft mit dem Bild des Romantikers,
der hinter dem radikalen Aktivisten steht.

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