Februar
Neues Deutsches Kino
PROGRAMM-ÜBERSICHT:
So.
06. Februar,
19.30 | Gegen
die Wand |
2004, Fatih Akin
So.
13. Februar, 19.30 |
Knallhart
| 2006,
Detlev Buck
So.
20. Februar, 19.30 | Yella
|
2007, Christian
Petzold
So.
27. Februar, 19.30 | Hotel
Very Welcome |
2007, Sonja
Heiss
Neues
Deutsches Kino
Bis
kurz vor der Jahrtausendwende machte das deutsche Kino vor allem mit
Beziehungskomödien oder international ausgerichteten Produktionen
auf sich aufmerksam. Doch nach dem Grosserfolg von Tom Twykers „Lola
rennt“ im Jahr 1998 wurden zunehmend auch innerdeutsche Themen
und Problematiken ins Licht der Filmscheinwerfer gerückt, wozu
auch viele ideenreiche junge Regisseure ihren Beitrag leisteten. Das
Kino Nische bietet im Februar mit einer Filmschau aus den letzten 10
Jahren einen Einblick in die neuen Themen und Drehbücher des deutschen
Kinos. Dabei spannt sich der Bogen vom Zusammenleben verschiedener Kulturen,
über soziale Probleme in Grossstädten, bis hin zur Sinnsuche
von Jugendlichen und der besonderen Ästhetik von Filmen der Stilrichtung
„neue Berliner Schule“.
Programmation: Ulrich Hopp

Sonntag 06. Februar
2011 | 19.30 Uhr
Gegen
die Wand
Deutschland 2004, OVdf, 121 Min.
Regie: Fatih Akin
Mit: Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck, Güven Kiraç
Der versoffene, fatalistische, vom Leben desillusionierte Türke
Cahit trifft nach einem selbstverschuldeten Autounfall im Spital auf
die junge Türkin Sibel. Nach einem Suizidversuch will sie ihr Leben
radikal ändern. Aus heiterem Himmel bittet Sibel Cahit, sie zu
heiraten. Nicht aus Liebe, sondern um sich so vom strengen Familien-
und Mentalitätskorsett befreien zu können. Cahit willigt in
die Scheinhochzeit ein, doch bald kommen wahre Gefühle auf und
aus der Zweckgemeinschaft wird eine dramatische Amour-Fou-Beziehung.
2004 erhielt der deutsch-türkische Regisseur an den Berliner Filmfestspielen
den Goldenen Bären für sein Werk. Der Kameramann Rainer Klausmann
wurde im selben Jahr für seine sensible Bildgestaltung mit dem
Deutschen Filmpreis ausgezeichnet
Programmübersicht

Sonntag 13. Februar 2011 | 19:30 Uhr
Knallhart
Deutschland 2006, OV, 100 Min.
Regie: Detlev Buck
Mit: David Kross, Jenny Elvers-Elbertzhaben, Arnel Taci
Der 15-jährige Michael und seine Mutter Miriam müssen ihre
jahrelange Bleibe, die Zehlendorfer Villa von Miriams Liebhaber, verlassen.
Sie kommen in einer schäbigen Hinterhauswohnung in Berlin-Neukölln
unter und Michael muss fortan im sozialen Brennpunkt zur Schule gehen.
Während Miriam sich mit neuen Liebhabern in der rauhen Umgebung
"einlebt", muss sich Michael den brutalen Erpressungen der
Kiez-Gang um Erol erwehren, um nicht selbst Opfer zu werden. Unbemerkt
von seiner Mutter schwänzt er die Schule, gerät in einen Teufelskreis
aus Diebstahl, Hehlerei und Drogenhandel, bis es schliesslich zur offenen
Konfrontation mit Erol kommt.
Angelehnt an das Genre des Gangsterfilms ist "Knallhart" eine
spannende, gradlinige und atmosphärisch dicht erzählte Grossstadtgeschichte.
Der Film besticht durch authentisch wirkende Milieuschilderung, hervorragende
Charakterdarsteller und einen – u. a. durch Farbgebung und Lichtsetzung
betont – ungeschönten Blick auf die Berliner Realität.
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Sonntag 20. Februar 2011 | 19:30 Uhr
Yella
Deutschland 2007, OV, 90 Min.
Regie: Christian Petzold
Mit: Nina Hoss, Devid Striesow, Hinnerk Schönemann
Yella will fort aus Wittenberge, diese im Aufschwung vergessene Kleinstadt
im Osten Deutschlands. Die Firma ihres Mannes ist Pleite gegangen, die
Ehe dramatisch gescheitert. In Hannover lernt sie Philipp kennen, der
für eine Private Equity-Firma arbeitet. Als seine Assistentin bewährt
sie sich in der Welt der gläsernen Büros und undurchsichtigen
Bilanzen. Philipp ist aufmerksam, mit einem Ziel vor Augen, einem handfesten
Traum, der ein gemeinsamer werden könnte. Yella wird seine Gefährtin.
Unmerklich nistet sich die Liebe in ihre Komplizenschaft ein. Doch immer
wieder bricht etwas auf, zieht sie etwas zurück zum Ort, den sie
verlassen hat, drängen Bilder, Stimmen, Geräusche aus der
Vergangenheit in ihr neues Leben.
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Sonntag 27. Februar 2011 | 19:30 Uhr
Hotel
Very Welcome
Deutschland 2007, OV, 89 Min.
Regie: Sonja Heiss
Mit: Eva Loebau, Chris O'Dowd, Ricky Champ
Fünf Rucksacktouristen reisen durch den grossen, exotischen Vergnügungspark
Asien, um dem europäischen Alltag zu entfliehen. Mit reichlich
Einsamkeit im Gepäck arbeiten sie in der Ferne Indiens und Thailands
hart am Glücklichsein: Josh und Adam verfangen sich in der Ekstase
globaler Beach-Partys. Svenja sitzt in einem Hotelzimmer in Bangkok
fest und telefoniert ihrem verpassten Rückflug hinterher. Liam
taumelt derweil mit erweitertem Bewusstsein durch Indien, um sich von
seinen Problemen zu Hause abzulenken, während Marion in der Meditation
einen Weg findet, an sich selbst zu scheitern. Am Ende der Reise wartet
auf einige der Backpacker ein Neuanfang – und auf die anderen
immerhin ein Anschlussflug.
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