November
Afrika – Migration
und neue Heimat
PROGRAMM-ÜBERSICHT:
So.
06. November,
19.30 | En
attendant le bonheur – Heremakono |
2002, Abderrahmane Sissako
So.
13. November,
19.30 | Paris
mon Paradis |
2011, Eléonore Yameogo
|
Schweizer Premiere
So.
20. November, 19.30 | Teza
| 2008, Haile
Gerima
So.
27. November,
19.30 | Notre
étrangère
| 2010, Sarah
Bouyain | Premiere Deutschschweiz
Afrika
–
Migration und neue Heimat
Migration bedeutet, eine Heimat zu verlassen und eine neue zu suchen.
Afrika ist ein Kontinent mit grosser Wanderungstradition; innerhalb
Afrikas oft konflikt- und notbedingt und jahrhundertelang auch über
den Kontinent hinaus, aktuell immer häufiger ins “Paradies
Europa“.
In unseren vier Filmen würdigen wir das afrikanische Filmschaffen
zu diesem Themenkreis und erhalten dadurch einen aufschlussreichen Einblick
in die „andere“ Sichtweise. Wir begleiten afrikanische Auswanderer
in ihren Erfahrungen im mystifizierten Europa (Paris mon Paradis), fragen
nach dem richtigen Zeitpunkt zur Überfahrt (Heremakono), begehen
zusammen mit Rückkehrern den Weg auf der Suche nach den Wurzeln
(notre étrangère) und begeben uns auf eine Zeitreise zwischen
Afrika und Europa (Teza).
Das Novemberprogramm zum Thema Afrika und Migration ist eine Zusammenarbeit
des Kino Nische mit den Kurzfilmtagen Winterthur (9. - 13. November
2011) und dem Filmfoyer. Wir zeigen als Vorfilme jeweils einen Kurzfilm
aus afrikanischer Kamera.
Programmation: Vittorio Moretta und Raphael Karrer

Sonntag 6. November
2011 | 19.30 Uhr
En
attendant le bonheur – Heremakono
Mauretanien 2002, 95', Ov/d
Regie: Abderrahmane Sissako
Mit: Khatra Ould Abdel Kader, Maata Ould Mohamed Abdeid
Nouadhibou, eine Kleinstadt an der Küste Mauretaniens, ein Ort
des Transits. Abdallah, auf dem Weg nach Europa, sitzt in seinem Zimmer
mit dem ebenerdigen Fenster und beobachtet das Leben auf der Strasse
als Fremder, da er die lokale Sprache nicht spricht. Im Laufe der Zeit
nähert er sich einigen Bewohnerinnen und Bewohnern der kleinen
Stadt an, beginnt sich für sie und ihr Leben zu interessieren.
Soll er überhaupt noch fortgehen oder doch nicht? Abderrahmane
Sissako schildert in ruhigen und wunderschönen Bildern das Leben
in einer afrikanischen Kleinstadt, zeigt ihre Menschen mit grosser Sympathie
und subtilem Humor. Und er behandelt sein immer wiederkehrendes Thema
vom Fortgehen oder Hierbleiben.
Vorfilm: Shebelaw, Äthiopien 2010, 5’,
Yidnekachew Shumete

Programmübersicht

Sonntag 13. November 2011 | 19:30 Uhr | Schweizer Premiere
Paris
mon Paradis
Burkina Faso/Frankreich 2011, 68', F (ohne Untertitel)
Regie: Eléonore Yameogo
Paris ist für viele Westafrikaner Traum und Mythos zugleich. Doch
das Leben als Immigrant ist alles andere als traumhaft. Das spärliche
Geld wird unter grossem Erwartungsdruck der Familie nach Hause geschickt.
Von der Ausbeutung, Misere und Perspektivlosigkeit erzählen sie
nichts, es wäre das Eingeständnis eines Versagens. Eine couragierte
Dokumentation aus afrikanischer Sicht über die prekären Lebensumstände,
Hoffnungen und die verlorene Würde von Migranten in Paris. (Sprache:
Französisch ohne Untertitel!)
Vorfilm: La métaphore du manioc, Frankreich/Kamerun
2010, 15’, Lionel Meta

Programmübersicht

Sonntag 20. November 2011 | 19:30 Uhr
Teza
Äthiopien 2008, 139', Ov/df
Regie: Haile Gerima
Mit: Aaron Arefe, Abeye Tedla, Takelech Beyene
Nachdem Anberber einige Jahre in Deutschland Medizin studiert hat,
kehrt er nach Äthiopien zurück und findet das Land seiner
Kindheit in Aufruhr. Sein Traum, das Gelernte in Äthiopien anzuwenden,
ist durch die Junta Mengistus in Frage gestellt, weil diese die Intellektuellen
für ihre politischen Ziele missbrauchen will. Erinnerungen aus
der Kindheit tauchen auf, ganz besonders, nachdem Anberber nach einer
weiteren Abwesenheit mit einer Verletzung heimkehrt. Einer der eindrücklichsten
Filme aus Afrika und ein Film auch über Europa.
Vorfilm: Happiness, Äthiopien 2010, 4’,
Akilu Gebremedhin

Programmübersicht

Sonntag 27. November 2011 | 19:30 Uhr | Premiere Deutschschweiz
Notre
étrangère
Burkina Faso, Frankreich 2010, 82', F/Dioula (ohne Untertitel)
Regie: Sarah Bouyain
Mit Assita Ouedraogo, Blandine Yameogo, Nathalie Richard
Nach dem Tod ihres französischen Vaters reist die junge Aminata
nach Burkina Faso, um dort nach ihrer Mutter zu suchen, die sie seit
ihrem achten Lebensjahr nicht mehr gesehen hat. In Bobo trifft sie auf
einen Teil ihrer Familie, stellt jedoch fest, dass sie sich hier ebenso
fremd fühlt wie in Frankreich. In Paris lässt sich derweil
die gutgestellte Ester von ihrer Haushaltshilfe Mariam die Sprache Dioula
beibringen, sie will ein afrikanisches Kind adoptieren. Notre étrangère
erzählt zwei Geschichten der Heimatlosigkeit und verwebt die Schicksale
ihrer Protagonistinnen zwischen Frankreich und Afrika auf berührende
Art und Weise. (Sprache: Französisch ohne Untertitel!)
Vorfilm: Rencontre en ligne, Frankreich/Burkina Faso
2005, 12’, Adama Roamba

Programmübersicht
Programm
| Verein | Infos
| Newsletter | Kontakt
| Links |