Un marzo italiano - Italienischer März
So. 04. März, 19:30
| Pane e tulipani
| Italien 2000, Silvio Soldini
So. 11. März,
19:30 | La notte di San Lorenzo
| Italien 1982, Paolo und Vittorio Taviani
So. 18. März, 19:30 | Le
fate ignoranti | Italien 2001, Ferzan Ozpetek
So. 25. März, 19:30 | Le
quattro volte | Italien 2010, Michelangelo Frammartino
Sarà un marzo italiano! Im März zeigt das Kino Nische Wunderbares
aus dem italienischen Filmschaffen. Vier italienische Filme stehen auf
dem Programm – die unterschiedlicher nicht sein könnten:
Pane e tulipani ist eine beschwingte Komödie, die aufzeigt, dass
kleine Zufälle grosse Wellen schlagen können. Ein herzerwärmender
Film, der den letzten Schneematsch wegschmilzt. Das filmische Meisterwerk
von den Taviani-Brüdern, La notte di San Lorenzo, arbeitet ein
düsteres Kapitel der Geschichte auf, und dies auf eine märchenhafte,
unkonventionelle Art und Weise. Le fate ignoranti hinterfragt bürgerliche
Ideale und schafft mit liebenswürdigem Witz eine gelungene Mischung
aus Komödie und Drama. Zu guter Letzt zeigen wir euch, liebe Nische-BesucherInnen,
wie italienisches Kino auch sein kann: Le quattro volte ist ein ruhiger,
poetischer und bildstarker Dokumentarfilm, der dazu einlädt, über
das Leben und unser Dasein nachzudenken.
A presto!
Programmation: Natalina Töndury

Sonntag 4. März
2012 | 19:30 Uhr
Pane
e tulipani
Italien 2000, Italienisch/d/f, 113 Min./35mm
Regie: Silvio Soldini
Die Ferien sind zu Ende, und eigentlich ist Rosalba mit ihrem Mann
Mimmo und ihrem Sohn Nicola auf dem Nachhauseweg nach Pescara –
doch dann kommt alles anders. Bei einem Zwischenhalt auf einer Autobahnraststätte
fallen Rosalba ihre Ohrringe in die Toilette, und als sie endlich zum
Parkplatz zurückkommt, sieht sie gerade noch, wie der Reisecar
mitsamt Mann und Sohn wieder in die Autobahn einfährt. Per Autostopp
reist Rosalba dann kurzentschlossen nach Venedig – und damit in
ein neues Leben.
„Pane e tulipani“ ist eine erfrischende Komödie voller
Herzschmerz und Witz über die Zufälle des Lebens und der Liebe.
Ein richtiger Frühlingsfilm, und dies nicht nur wegen der Tulpen
auf dem Tisch des Kellners Fernando (Bruno Ganz), in dessen Gästezimmer
Rosalba in Venedig ihre neue Bleibe einrichtet...

Programmübersicht

Sonntag 11. März 2012 | 19:30 Uhr
La notte di San
Lorenzo
Italien 1982, Italienisch/d/f , 108 Min./35mm
Regie: Paolo und Vittorio Taviani
Im August 1944 schleicht sich ein Teil der Bevölkerung aus dem
von deutschen und italienischen Faschisten unterminierten Dorf San Miniato
in der Toscana, um den Amerikanern entgegenzuziehen. Auf ihrer Flucht
durch die toskanische Landschaft durchleben die Dorfbewohner alle Stadien
der Hoffnung und Verzweiflung. Sie treffen auf einem Kornfeld auf italienische
Faschisten – eine Sequenz, die bis heute legendär ist und
sich in die Filmgeschichte einschrieb.
Mit „La notte di San Lorenzo“ haben die Brüder Taviani
auf ungemein poetische und vielschichtige Art und Weise Erinnerungen
an der zweiten Weltkrieg festgehalten und einen unglaublich eindrücklichen
Friedensfilm geschaffen - ein Plädoyer für den Glauben an
das Leben, an die Liebe und die Menschlichkeit.

Programmübersicht

Sonntag 18. März 2012 | 19:30 Uhr
Le fate ignoranti
Italien 2001, Italienisch/d/f 106 Min./35mm
Regie: Ferzan Ozpetek
Als sich Antonia nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Massimo
trotz ihrer tiefen Depression endlich dazu überwinden kann, dessen
Sachen zusammenzupacken, stösst sie auf ein Bild mit Widmung, unterzeichnet
von einer mysteriösen „fata ignorante“, einer „unwissenden
Fee“. Die Suche nach dieser Fee führt Antonia immer weiter
in eine Welt hinein, von der sie bis zum Tod ihres Mannes nichts geahnt
hatte und die ihr bisheriges, bürgerliches Leben ziemlich über
den Haufen wirft... Ein Film voller unerwarteter Momente und lustiger
Charaktere, der durchaus Sentimentalitäten zulässt und zu
berühren weiss.

Programmübersicht

Sonntag 25. März 2012 | 19:30 Uhr
Le
quattro volte
Italien 2010, ohne Dialog, 88 Min./35mm
Regie: Michelangelo Frammartino
„Abbiamo in noi, quattro vite successive, quattro vite distinte.
E dobbiamo quindi conoscerci quattro volte.“
Michelangelo Frammartino thematisiert in seinem leisen, poetischen Film
die Theorie, dass die Seele des Menschen vier aufeinanderfolgende Leben
durchläuft: Ein menschliches, ein tierisches, ein pflanzliches
und ein mineralisches Leben. Anhand der Figur eines alten Ziegenhirten
und des Schauplatzes eines zeitlosen, kalabrischen Dorfes zeigt Frammartino
Werden und Vergehen des Lebens auf und kommt dabei fast ohne Dialog
aus. „Le quattro volte“ lädt die Zuschauer dazu ein,
über das Leben zu sinnieren und sich an unsere ursprünglichen
Lebensformen zurückzuerinnern. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen
ausgezeichnet – unter anderem mit dem Grand Prix du Cinéma
Italien in Annecy 2010.

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